Was ist so los bei uns?
Neues Feld, alte Wege: Warum wir nach der Flurbereinigung erst einmal aufräumen
Nach dem Flurbereinigungsverfahren konnten wir unsere neu gestaltete Fläche erstmals bearbeiten.
Früher verlief quer durch dieses Feld ein unbefestigter Wiesenweg. Um diesen damals fahrbar zu halten, wurden offenbar immer wieder Steine aufgebracht, die wir nun mühsam per Hand wieder einsammeln mussten. – ein notwendiger Schritt, um den Boden für die Zukunft optimal nutzen zu können
Das Foto zeigt deutlich, wie viel und welches Material hier im Acker herumgelegen ist
– ein notwendiger Schritt, um den Boden für die Zukunft optimal nutzen zu können
Frühlingserwachen auf dem Feld: Vom Winterschutz zur ersten Saat
Beim Anbau unserer Zwischenfrüchte wählen wir gezielt aus den verfügbaren Varianten jene aus, die bis zum 31. August gesät werden müssen. Während gesetzlich oft nur drei Komponenten vorgeschrieben sind, setzen wir auf eine Mischung aus 17 verschiedenen Partnern. Diese hohe Diversität fördert die Biodiversität und belebt unseren Boden nachhaltig.
Schonende Bodenbearbeitung
Unsere Zwischenfrüchte bleiben über den Winter stehen und werden frühestens ab dem 15. Februar umgebrochen – genau dann, wenn die Bodenfeuchtigkeit es zulässt.
Seit Jahren verzichten wir bewusst aufs Pflügen. Stattdessen nutzen wir lediglich einen Grubber oder eine Saatbeet-Kombination. Durch diese flache Bearbeitung schützen wir die Bodenstruktur und erhalten das wertvolle Bodenleben weitestgehend ungestört.
Sobald das Saatbeet bereitet ist, beginnen wir mit der Aussaat unserer frosthärtesten Kulturen: Pharaonenkorn, Hafer und Nackthafer.
Dabei lassen wir uns nicht nur von moderner Technik leiten: Sofern es Witterung und Zeit erlauben, achten wir bei der Aussaat zusätzlich auf die Einflüsse von Mond und Planeten, um im Einklang mit den natürlichen Rhythmen zu arbeiten.
Salat auf Umwegen!
Unsere Karotten und unsere Roten Rüben werden von einem Bio-Bauern im Weinviertel für uns zu Salat verarbeitet. Bis der fertige Salat dann bei uns ist, dauert es zumeist mehrere Monate (je nachdem, wie er dazu kommt). Das wissen wir und damit planen wir auch.
Anfang Februar bekamen wir die Nachricht, dass unsere Salate abholbereit sind.
Da wir selber keine Zeit hatten, haben wir eine Spedition beauftragt, mit der wir öfters zusammenarbeiten. Zwei Tage darauf bekamen wir vermeintlich unsere Palette.
Wir staunten nicht schlecht, als wir entdeckten, dass alles voll mit Elektrogeräten war!
Auf Nachfrage bei der Spedition und deren Nachforschung, was da passiert war, erfuhren wir: Unsere Palette wurde verwechselt und der Salat stand bereits am Flughafen, um in die USA geflogen zu werden. Die Spedition handelte aber schnell genug und bereits am Tag darauf wurden die Paletten zurückgetauscht.
Also haben wir ab jetzt wieder alle unsere Salate im Hofladen.
Die Frage, ob die Firma in den USA unseren Salat auch hätte gebrauchen können, bleibt allerdings unbeantwortet.
Farbausleser hat auch seine Grenzen
Seit ein paar Jahren haben wir ein Gerät (Farbausleser), das die Produkte aufgrund ihrer Farbe reinigt. Das funktioniert zum Großteil sehr gut. Kleine Steine können allerdings zu schwer sein, um durch Druckluft ausgeblasen zu werden. Um unseren Qualitätsansprüchen gerecht zu werden, wird dann händisch aussortiert.
Besonders anfällig dafür, dass Steine im Erntegut sind, sind Leinsamen und Linsen. Durch die geringe Wuchshöhe und die Restfeuchte der Pflanze bei der Ernte kann das Schneidwerk des Mähdreschers die Pflanzen samt der Wurzel ausreißen. Diese Wurzeln schleudern dann Steine von bis zu 1 cm Größe in das Erntegut. Wenn diese die gleiche Größe wie das Produkt haben, können sie nur sehr schwer aussortiert werden.
Markt Start
Am 14.02.2026 geht es für uns in die neue Marktsaison. Unser Paul musste einspringen für das Bild um den Saisonstart anzukündigen. Wir können aber versichern dass er Spaß dabei hatte.
Um wieder gut vorbereitet am Markt zu stehen, werden die Marktstandwagerl gereinigt, aufgeräumt und die ganzen Verbrauchsmaterialien aufgefüllt. Seit heuer versuchen wir den Bondrucker mit ÖKO-Papier zu bestücken. Leider sind wir drauf gekommen, dass der Drucker dieses Papier nicht richtig einzieht. Also werden wir schauen wie es sich bei den unterschiedlichen Wetterverhältnissen verhält. Für uns wäre es schon wichtig auch hier einen nachhaltigen Schritt zu machen.
Frühjahrsanbau Planung und Saatgutbestellung
Dinkel, Roggen, Waldstaudekorn und Klee wachsen bereits seit dem Herbst.
Jetzt wird geplant wo Hafer, Nackthafer, Pharaonenkorn, Mohn, Öllein, Sonnenblumen, Sommerwicken, Phacelia, Buchweizen, Hirse, Linsen, Erdäpfel, Rote Rüben, Zwiebel, Karotten, Kürbis, Zucchini, Knoblauch, Sellerie, Petersilie, Fisolen, Bohnen, Paradeiser und Pastinaken genau hinkommen.
Grundsätzlich gibt uns unsere 8 jährige Fruchtfolge den groben Plan vor. Aber es wird ja nicht von jeder Kultur die gleiche Fläche angebaut. So müssen wir das gut Planen.
Das Saatgut wird zum großen Teil von der Ernte des Vorjahres genommen. Dieses Erntegut muss jetzt natürlich optimal aufbereitet werden. Reinigen über Siebe und Farbe. Anschließend eine Auslese nach Gewicht um die besten Samen anbauen zu können.
Bei ein paar Kulturen müssen Saatgut oder Samen zugekauft werden. Dieses Pflanzmaterial bekommen wir von anderen Bio-Bauern, ReinSaat oder dem Lagerhaus. Im Lagerhaus ist es essentiell früh genug zu bestellen um auch noch Bio-Saatgut zu bekommen.
Sollte es kein Bio-Saatgut mehr geben muss das weiter Vorgehen mit der Bio-Kontrollstelle abgesprochen werden.
Neuordnung und Einrichtung des Hofladens
Zum Start ins neue Jahr haben wir unseren Hofladen umgestaltet.
In den zehn Tagen, in denen unser Laden geschlossen war, haben wir hart gearbeitet, um für Sie einen freundlichen und übersichtlichen Verkaufsraum zu schaffen.
Auch wenn noch nicht jedes Detail perfekt ist, konnten wir pünktlich wieder eröffnen, um unseren Zeitplan einzuhalten.
Wir bitten all jene um Entschuldigung, die uns in der vergangenen Woche nicht erreichen konnten.
Wir haben uns bewusst sechs Tage Zeit für die Familie genommen und uns an den restlichen vier Tagen voll und ganz auf den Umbau konzentriert.
Nun starten wir – vielleicht mit etwas weniger Schlaf als erhofft, aber dafür umso motivierter – in das Jahr 2026.
Wir bedanken uns herzlich bei all unseren Mitträgern für das vergangene Jahr und wünschen Ihnen viel Gesundheit und Erfolg für das Neue!







